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25.11.2012 - Ligafinale gewonnen!


Fassungslos (vor Freude...)
Oder aber: Nicht nur vor Freude. So einfach läßt sich das Finale von Perchtoldsdorf zusammen fassen.
Fassungslos die Mühlviertler, deren Trainer Pepi Reiter etliche Minuten lang stumm in seinem Aufstellungsblock die Wahrheit suchte.

Fassungslos Galaxy Trainer Thomas Haasmann, der ein ganzes Jahr lang die kompakteste Ligamannschaft präsentierte. Dann aber im Coach Corner Buben erlebte, die allzusehr auf die richtigen Kommandos vom Mattenrand warteten.

Fassungslos das fachkundige Publikum, als mit Daniel Brata (ROM), Dan Fasie (ROM), und Levan Zhorzholiani (GEO) gleich drei eingeflogene Superstars demontiert wurden.

Fassungslos die Fans von der Straße, als um 19 Uhr plötzlich das Buffet geleert war. (Zur Ehrenrettung der Galaxys: Problem wurde gelöst, danke!).

Und fassungslos vor Freude der harte Flachgauer Fantrupp, der anfangs noch höfliche Skepsis zeigte, als Thomas Brunner (-90 kg) gleich zu Beginn trocken, aber sicher feststellte: Heute machen wir es.


Am 20. Oktober, beim letzten Heimkampf, bestätigte das Trainerteam den Aufwärtstrend. "Nach den ersten Saisonkämpfen war das >Erreichen des Final 4< ein sehr hoch gestecktes Ziel. So wie die Mannschaft im Herbst gekämpft hat, heißt unser neues Ziel aber >Finaleinzug<. Lupo hat zugesagt, und alle sind fit. Hoffen wir das bleibt so."

Die erste Begegnung des Abends: Galaxy vs. Samurai Wien zeigte überraschend gut aufgestellte Samurais, die ihrem Namen alle Ehre machten und einen Daniel Brata im Sold von Galaxy, der bemerkenswerter Weise auf seinen letzten Kampf verzichtete, um seine Kraft für kommende Aufgaben zu schonen. (7:4 für Galaxy).



Dann kam Strasswalchen - Mühlviertel. Und die Fassungslosigkeit für die Flachgauer Fans gleich zu Beginn: Lupo wirkte verbissen, ausgelaugt und rettete mit viel eisernem Willen Punkt und Unentschieden für die Mannschaft. Dass die 66er an das UJZ gehen würde, war zu erwarten, doch dann demontierte Peter Scharinger unseren Legionär Dan Fasie. Als Antwort lief in der Rückrunde Steffen Wagner ein. Eine Glanzleistung brachte dem Youngster zwar keinen Zähler gegen den Mühlviertler Wirtssohn, aber tobenden Szenenapplaus der Halle und holte die ersten unentschiedenen Fans auf unsere Seite. Hannes Wartbichler hielt den Kampf bis 81 kg super offen, und unser Legionär Lazlo Csoknyai machte in Rückrunde den Deckel zu. Mit Marcus Nyman setzte UJZ Chef Pepi Reiter auf eine seiner altbewährten Strategien: "Bring Angstgegner als Legionäre". Doch Max Schirnhofer fürchtete sich nicht vor dem Europameister Marcus Nyman (SWE) und trotzte ihm ein Remis ab. Dass die Empfehlung aus Georgien Levan Zhorzholiani, Olympiastarter 2012, aber gleich zweimal gegen den Stierkämpfer Stefan Kronberger die Hosen runterlassen musste, ließ den kleinen Strasswalchener Fansektor immer größer werden - nun brüllte schon ganz Westösterreich für unsere Burschen! Der Finaleinzug war geschafft. (5:5, Unterbewertung 37:32 zugunsten Salzburg). Als Draufgabe bewies Barna Bor zwei Dinge: Erstens, er konnte sich gut an das Remis gegen Daniel Allersdorfer 2011 erinnern und ließ sich nicht in Passivitätsspielchen verwickeln. Zweitens, ein Kämpfer heißt Kämpfer, weil er auch dann noch kämpft, wenn "eh schon gewonnen ist", Grußbotschaft an Daniel Brata, sozusagen. (6:5)





Und dann. Das Finale. Natürlich gewann man gegen Galaxy mit einem wahnsinns Kampfgeist. Mindestes ebenso aber mit Klugheit und dem Verzicht auf Eitelkeit im Aufstellungspoker. Als fürs Publikum überraschener Goldgriff erwies sich, dass Flo und Roli Lupo Paischer schonten, der rapide Gewichtsverlust hatte einfach zu viel Substanz gekostet. Es war schlichtweg genial, dass man stattdessen Galaxy Star Amiran Papinavshili (GEO) gegen Lukas Hofmann einen nuna-Sieg holen ließ, und die Mannschaftsstimmung hoch hielt. Bis 66 kg stahl Roland Stegmüller ein Remis und einen Punkt, gab aber leider ein halbkaputtes Knie in Zahlung. Selten hat Cleverness mehr Lust gemacht, als beim Anschauen dieser Kämpfe. Tiger Marcel Ott stellte die Gerechtigkeit für die Wiener her, Steffen Wagner schlug sich dabei prächtig. Laszlo Csoknayai rückte mit zwei Siegen, Talent und Fleiß die Welt für Flachgau wieder zurecht. Max Schirnhofer fand keine einfache Aufgabe gegen Manuel Reichmann vor, biss sich aber zwei Mal fünf Minuten eisern durch und wurde auch entsprechend belohnt. Christoph Kronberger musste Julian Reichstein einen Punkt bis 100 kg lassen. Bruder Stefan ließ die Familienehre nicht anbrennen und holte zurück, was nach Burgkirchen gehört. Inclusive offenem Cut auf dem Schienbein. Irgendwann muss dann halt doch etwas nachgeben, "aber das hat sich gelohnt", grinste der Biofleischhacker seine Fans an. Als die mittlerweile schmähstad gewordenen Wiener den neuen Bundesligameister realisierten, zeugte schon ein leerer Coachingcorner auf Tigerseite, dass man "wir sterben gemeinsam" von Thomas Haasmann wörtlich nehmen darf. Über Barna Bor (Strawa) bzw. Daniel Brata (Galaxy) wurde schon viel geschrieben und es gibt auch nichts Neues dazu zu sagen.

Respekt und Gratulation, Männer!


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